Hey, und willkommen zu AutoAberKlein.
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Hey, und willkommen zu AutoAberKlein.
Wir alle müssen von Punkt A nach Punkt B gelangen, doch Autos sind zu groß, zu schnell und zu schwer geworden, um Städte sicher zu durchqueren.
Sie beanspruchen zu viel Raum, verursachen zu viel Lärm, emittieren Feinstaub und beeinträchtigen die Qualität des urbanen Umfelds. Durch ihr stetiges Größenwachstum tragen sie erheblich zur Flächenversiegelung und damit zur Entstehung von Hitzeinseln bei, stellen eine massive Gefahr für besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmende dar und sind in Städten die größte Einzelquelle nicht nur für Feinstaub, sondern auch für Mikroplastik. Letzteres steht in direktem Zusammenhang mit Demenz sowie mit Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen [1]. Jeder dieser Punkte für sich genommen – und es gäbe noch viele weitere – wäre bereits ein ausreichender Grund, den Autoverkehr zu reduzieren. Durch ihre Abkehr vom menschlichen Maßstab erzeugen Autos zudem hässliche, menschenfeindliche Städte, in denen die gebaute Umwelt aktiv schädlich und wenig einladend wirkt.
Fasst man all diese Argumente zusammen, wird deutlich, dass sich Mobilität, wie wir sie heute kennen, verändern muss. Gleichzeitig bleibt individuelle Fortbewegung in der gegenwärtigen Welt unverzichtbar.
Offensichtlich brauchen wir eine Lösung.
Doch allein Kosten zu erhöhen – etwa durch höhere Kfz-Steuern oder steigende Kraftstoffpreise – oder Autos vollständig aus Innenstädten zu verbannen, ist keine Lösung. Solche Maßnahmen treffen einkommensschwache Menschen unverhältnismäßig stark und schränken gerade jene ein, die ohnehin stärker belastet sind als Personen mit höherem Einkommen. Der öffentliche Verkehr wird häufig als Allheilmittel genannt, doch die Realität ist oft eine Polarisierung: Entweder Bus, oder Fahrrad, oder Auto. Wir sind überzeugt, dass die eigentliche Lösung im Kompromiss liegt. Anstatt Luxus vollständig abzuschaffen, müssen wir ihn reduzieren. Menschen den Komfort des Autos und der individuellen Mobilität vollständig zu nehmen, wird nicht funktionieren.
Heute fallen nahezu alle Pkw unter dieselbe Fahrzeugklasse. Selbst sogenannte Stadtautos sind inzwischen groß dimensioniert, ausgelegt für Hochgeschwindigkeitsstraßen wie die Autobahn – und die Städte passen sich diesen immer größeren Fahrzeugen an.
Das Ergebnis sind große Autos mit massiven Batterien, die nicht selten eine halbe Tonne wiegen und dennoch für den täglichen Arbeitsweg genutzt werden, obwohl die durchschnittliche Pendelstrecke in Deutschland bei lediglich 17 km liegt [2]. Diese Fahrzeuge haben mit dem menschlichen Maßstab kaum noch etwas zu tun. Entsprechend fühlen sich Radfahrende, zu Fuß Gehende und Menschen in kleineren Fahrzeugen zunehmend bedroht.
Ein Blick auf den Schienenverkehr zeigt, dass es auch anders geht: Straßenbahnen, Regionalzüge, Intercity-Züge, Express- und Hochgeschwindigkeitszüge erfüllen jeweils klar definierte Aufgaben. Niemand käme auf die Idee, einen Hochgeschwindigkeitszug durch eine Innenstadt fahren zu lassen oder eine Straßenbahn auf einer Schnellfahrstrecke einzusetzen. Genau eine solche Differenzierung brauchen wir auch im Straßenverkehr – insbesondere in Städten.
Wir schlagen vor, Autos in zwei Kategorien zu unterteilen: Überlandfahrzeuge und Stadtfahrzeuge.
Wir erkennen ausdrücklich an, dass große Autos ihre Berechtigung haben. Sie sind kulturelle Ikonen mit einer langen Geschichte, stehen für die Freiheit, unabhängig zu reisen – auch über große Distanzen –, dienen als Mittel persönlicher Ausdrucksform und ermöglichen es Familien, gemeinsam in den Urlaub zu fahren. Ihr Platz ist jedoch nicht die Stadt. Im urbanen Raum behindern große Fahrzeuge nachhaltigere Verkehrsformen, beeinträchtigen die visuelle Qualität öffentlicher Räume und beanspruchen unverhältnismäßig viel Platz – selbst im Stand. Ganz konkret stehen sie der Entstehung lebenswerter Städte im Weg.
Für die urbane Mobilität schlagen wir daher einen Paradigmenwechsel vor: eine deutliche Reduktion von Breite, Geschwindigkeit und Gewicht der Fahrzeuge, die innerhalb von Stadtgrenzen zugelassen sind. Dieses Konzept knüpft an die EU-Fahrzeugklassen L7e und L6e an, geht jedoch bewusst darüber hinaus. Vorgesehen sind strengere Standards, insbesondere eine maximale Fahrzeugbreite von 1,30 Metern sowie eine flächendeckende innerstädtische Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.
"Cars give people wonderful freedom and increase their opportunities. But they also destroy the environment, to an extent so drastic that they kill all social life. [...] Danger will be a persistent feature of the car so long as we go on using high-speed vehicles for local trips." Alexander, 1977, pp. 64–65
AutoAberKlein gründet auf der Erkenntnis, dass die gebaute Umwelt – und die Straßen, die aus ihr hervorgehen – ein zentrales Problem darstellen:
Straßen verfügen aus städtebaulichen Gründen über eine maximale Breite, innerhalb derer Gehwege, Radinfrastruktur, öffentlicher Verkehr und Autos Platz finden müssen. Die Fahrzeugbreite ist dabei der entscheidende Engpass, wenn es darum geht, Raum für andere Verkehrsformen oder Aufenthalts- und Erholungsflächen zu schaffen. Kurz gesagt: Breite Fahrzeuge müssen entweder schmaler werden oder vom Stadtraum ausgeschlossen werden, um Platz für umweltfreundlichere Mobilität zu ermöglichen.
Autos – und selbst Busse – sind im städtischen Kontext schlicht zu groß, zu schnell und zu schwer. Fahrradfahren und Zufußgehen bewegen sich deutlich näher am menschlichen Maßstab, und Mobilität im menschlichen Maßstab führt zu Städten im menschlichen Maßstab.
Gleichzeitig ist Mobilität zu Fuß oder mit dem Fahrrad nicht immer die richtige Wahl.
Wie unter anderem Christopher Alexander betont hat, ist motorisierte individuelle Mobilität eine Notwendigkeit. Wir brauchen eine Form des Autos – allerdings eine, die kleiner und schmaler ist.
Der dadurch gewonnene Raum kann für Radwege, Grünflächen oder Spielplätze genutzt werden. Zwar lässt sich die Geometrie bestehender Straßenräume nur begrenzt verändern, doch der vorhandene und neu gewonnene Raum kann auf vielfältige und sinnvolle Weise neu verteilt werden.
Das Prinzip der induzierten Nachfrage wirkt dabei in beide Richtungen. Werden zusätzliche Fahrspuren für Autos geschaffen, nimmt der Autoverkehr zu. Wird hingegen mehr Raum für Grünflächen, Radwege und Fußgängerzonen bereitgestellt, wechseln Menschen ganz selbstverständlich häufiger aufs Fahrrad oder gehen zu Fuß und lassen das Auto öfter stehen – was den Verkehr insgesamt weiter reduziert. Darüber hinaus spielen Grünflächen in Städten eine entscheidende Rolle bei der natürlichen Kühlung, verhindern die Entstehung von Hitzeinseln und bieten angenehmen Schatten.
"Under theoretical analysis [...], the only kind of transportation system which meets all the needs is a system of individual vehicles..." Alexander, 1977, p.66
Wir bei AutoAberKlein betrachten das Fahrrad als das optimale Verkehrsmittel – es steht im Zentrum unseres Konzepts. Ein leichteres, kleineres Auto leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende [3], ebenso wie eine geringere Fahrzeugbreite und eine innerstädtische Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h [4] die Sicherheit insgesamt deutlich verbessern. Bei 30 km/h ist der Bremsweg einschließlich Reaktionszeit kürzer als die Strecke, die bei 50 km/h allein während der Reaktionszeit zurückgelegt wird. Das bedeutet: Ein Unfall kann bei 30 km/h vollständig vermieden werden, während er bei 50 km/h ohne jegliche Bremswirkung bereits stattfindet [5].
Ein Fahrrad verursacht keine Emissionen, beschädigt keine Straßen und hat bereits in der Herstellung eine minimale Umweltwirkung. Aus all diesen Gründen muss die Fahrradinfrastruktur als primäres Verkehrssystem priorisiert werden. Wie bereits dargelegt, bleibt motorisierte individuelle Mobilität jedoch notwendig, um den vielfältigen Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden.
Ein erheblicher Teil der Menschen ist körperlich eingeschränkt, leidet unter Erkrankungen wie sozialer Angststörung oder kann aus anderen Gründen keine alternativen Verkehrsmittel nutzen. Auch Güter, die zu groß oder zu gefährlich für den Transport per Lastenrad oder im öffentlichen Verkehr sind, lassen sich über den Individualverkehr oft sicherer befördern. Die Bedürfnisse jener zu respektieren, die nicht auf Fahrrad oder ÖPNV zurückgreifen können – aus welchem Grund auch immer –, bedeutet, motorisierte individuelle Mobilitätsangebote für alle verfügbar zu halten, ohne Bedingungen zu knüpfen. Individuelle Mobilität bedeutet Freiheit, und diese Freiheit sollte jeder Mensch haben.
Um den motorisierten Individualverkehr auf den Straßen zu reduzieren – einschließlich Lastenrädern und E-Bikes –, reicht es nicht aus, allein das Radwegenetz zu verbessern; auch zentrale Achsen des öffentlichen Verkehrs müssen ausgebaut werden. Busse bringen dabei zahlreiche Nachteile mit sich: Sie benötigen viel Platz, erfordern stark versiegelte Flächen und stellen für Radfahrende ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Stattdessen schlagen wir ein meterspuriges Straßenbahnsystem vor, das mit einer Spurweite von einem Meter arbeitet, wie sie in Deutschland weit verbreitet ist. Straßenbahnen bieten eine hohe Kapazität, ermöglichen begrünte Gleiskörper, werden psychologisch besser akzeptiert und schaffen sicherere Umgebungen für ungeschützte Verkehrsteilnehmende, da ihr Fahrweg klar definiert und eindeutig wahrnehmbar ist.
Die Größe – oder genauer gesagt: die geringe Größe – der Fahrzeugbatterie ist ein weiterer entscheidender Faktor.
Während manche Autos Batterien mit einem Gewicht von bis zu 700 Kilogramm mitführen und Busse sogar bis zu fünf Tonnen, können Stadtfahrzeuge mit kleinen, tragbaren und austauschbaren Batteriesystemen betrieben werden, ähnlich den Systemen von GoGoRo in Taiwan oder dem Ansmann-Greenpack. Dieses Prinzip ermöglicht den Transport von ein bis fünf Batteriemodulen mit jeweils etwa 10 bis 15 Kilogramm Gewicht. Damit lässt sich der durchschnittliche Arbeitsweg von 17 Kilometern pro Strecke problemlos abdecken und Reichweiten von bis zu 150 Kilometern erreichen (Reichweite Silence/Nissan: 150 km bei 60 kg Batteriemasse) [6].
Source: gogoro
Source: Ansmann
Wir stellen uns ein Verkehrssystem vor, das herkömmliche Autos durch kleinere Fahrzeuge ersetzt und dadurch mehr Raum für Rad- und Fußverkehr schafft. So entsteht eine umweltfreundlichere und zugleich gesündere Alternative zum Auto – und selbst zu einem dichten, vollständig vom Individualverkehr befreiten Bussystem. Radfahrende erhalten ein sicheres und angenehmes Umfeld, ohne dass individuelle Mobilität eingeschränkt wird. Eine ausgebaute Fahrradinfrastruktur – ermöglicht und vorangetrieben durch AutoAberKlein – wird Menschen dazu ermutigen, freiwillig häufiger auf das Fahrrad oder andere umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen und das Auto öfter stehen zu lassen. All dies lässt sich mit vergleichsweise geringem finanziellen Aufwand und überschaubarem Umsetzungsaufwand realisieren.
Letztlich lautet die Entscheidung, vor der wir bei AutoAberKlein stehen, nicht: „SUV oder AutoAberKlein?“
Denn das konventionelle Auto ist keine zukunftsfähige Option mehr. Die eigentliche Frage, die wir uns alle stellen müssen, ist vielmehr: Wollen wir uns künftig vor allem mit dem Bus fortbewegen – oder wollen wir einen umwelt- und gemeinschaftsfreundlicheren, zugleich individuelleren Ansatz der Mobilität annehmen?
Und dieser Ansatz ist AutoAberKlein.
Wir haben diese Website geschaffen, um ein Verkehrskonzept zu teilen, an dem wir seit einiger Zeit arbeiten. Wir sind überzeugt, dass jetzt der richtige Moment ist, unsere Ideen öffentlich zu machen und uns zu vernetzen. Uns ist bewusst, dass kein Konzept perfekt entsteht. Gerade deshalb sind wir offen für Rückmeldungen, Kritik und den Austausch mit Menschen, die ähnlich denken … so wie Du. Wenn Du dich für Verkehr oder Stadtentwicklung interessierst und eine eigene Haltung dazu hast, freuen wir uns sehr, von Dir zu hören.
Diese Website versteht sich als Plattform zum Teilen dieses Ansatzes: der Ideen, der Beobachtungen, der Erkenntnisse und der Lösungen, zu denen wir bislang gekommen sind. Wir suchen den Austausch mit Menschen, die Fachwissen mitbringen oder ähnliche Interessen verfolgen. Rückmeldungen sind jederzeit willkommen – zögere also nicht, uns zu kontaktieren, wenn Du Gedanken, Anmerkungen oder Kritik teilen möchtest. Vielen Dank, und wir freuen uns darauf, Dich im nächsten Artikel wiederzusehen.
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Reference list:
Alexander, C. (1977). A pattern language: Towns, buildings, construction (pp. 64–65, p66). Oxford University Press.
[1] https://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Umweltschutz-SUV-Boom-Wie-gefaehrlich-ist-der-hoehere-Abrieb-von-Reifen-und-Bremsen-id60742601.html, accessed 05.10.2025
[2] https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/startseite/topmeldungen/pendeln-2021.html, accessed 05.10.2025
[3] https://journals.vilniustech.lt/index.php/Transport/article/view/7081, accessed 05.10.2025
[4] https://wri-indonesia.org/en/insights/bigger-isnt-always-better-narrow-traffic-lanes-make-cities-safer, accessed 05.10.2025
[5] Cities Safer by Design (2015)
[6] https://silence-mobility.nissan.de, accessed 05.10.2025
Dieser Text wurde mithilfe von KI aus dem Englischen übersetzt: https://www.autoaberklein.org/research/01eng